Absurde Realität

Die Sendung ohne Zusatzstoffe

Mittwoch, 22-23 Uhr

Eine Wissensendung mit Unterhaltungswert oder eine Comedysendung mit Informationswert? In einer Welt rapiden sozialen und technologischen Wandels treten vermehrt absurde Phänomene auf, welche zum einen belustigend zum anderen aber Besorgnis erregend sind, in vielen Fällen auch beides. Da wären zum einen unlösbare Website-Captchas, “gesunde” Acaibowls mit Eiscreme, E-Scooter Straßenrennen, Uhren in Arztpraxen, welche bewusst in erhöhter Geschwindigkeit ticken, Pfandflascheninvestments bei Inflationsängsten, ASMR Schulungen, ehrliche Unternehmenspräsentationen mithilfe von “Insider Comics” auf Webseiten wie Glassdoor und ein halbes Jahr mehr an Material.

Die Betrachtung von sozialen und technologischen Trends und Phänomenen ist die Grundlage etlicher Podcasts, allerdings ist die Informationsdichte von dedizierter Literatur höher, wodurch solch improvisierte Formen der Wissenskommunikation wie Podcasts als Konsumobjekte erachtet werden können. Wenn schon Konsum dann richtig! Daher steht hier der Comedyfactor im Mittelpunkt, die kognitive Fähigkeit des kritischen Hinterfragens sowie die Kenntnisse neuer Trends werden allerdings mitgeschult.

Da das Antreffen dieser Phänomene nahezu unvermeidbar ist, richtet sich die Sendung an alle, die nicht unter einem Stein leben - sowohl die Konsumenten als auch jene die solche Phänomene kommerzialisieren, soweit sich Letztere nicht zu ernst nehmen. Während die erste Sendungshälfte das Gehirn noch beansprucht, kann dieses im zweiten Part wieder entspannt werden mit unserem Who Sampled-Mix: Wir spielen einen Song und den entsprechenden moderenen Song, der ersteren Track gesampled hat und mixen beide Songs an der entsprechenden Stelle ineinander. Wer sich bei zuerst gespielter Comedy zu Ernst nimmt und diese nicht erträgt, hat also spätestens in der zweiten Hälfte einen Grund wieder reinzuhören, da Musik uns ja alle bekanntlich vereint.

Redaktionsleitung: Alexander Jagaciak 

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